25 Jahre DornRosen – Ein Abschied

Vor 25 Jahren gründeten Sabine und Jana Raile in Lauf das Märchenzentrum DornRosen, wenig später riefen sie die dazu gehörige Märchenschule ins Leben und initiierten die Laufer Märchentage. Der Rest ist Geschichte. Am vergangen Samstag nun hat sich der Verein aufgelöst. Ich will an dieser Stelle keinen Nachruf schreiben, dazu sind andere berufener. Doch die DornRosen, insbesondere die Laufer Märchentage, waren für einige Jahre eine feste Konstante in meinen Erzählerdasein. In den Räumen des Märchenzentrums unternahm ich meine ersten Gehversuche und das gemeinsam mit Heike Walther-Müller aus der Taufe gehobene DornRosen-Halloween-Special war ein Fingerzeig, mich an andere Formen als das Märchen heran zu wagen.

So bedauerlich es meist ist, wenn etwas zu Ende geht, war es doch die richtige Entscheidung einen Schlusspunkt zu setzen. Ein gutes und würdevolles Ende für die DornRosen. Das zeigte sich auch am festlichen Abschlussabend in der Stadtbücherei Lauf. Ein letztes Mal DornRosen vor einem begeisterten Publikum. Und von mir ein Dankeschön für die Freundschaft, Anteilnahme und stets wohlmeinende Kritik.

Wiederaufnahme im Museum Industriekultur

Manchmal erfährt man aus der Zeitung Neuigkeiten, die einen selbst betreffen (also so richtig persönlich – Sie wissen schon). Um ein Haar hätte ich vergessen, an dieser Stelle auf die Wiederaufnahme von Industrie, Kultur & der achte Tag hinzuweisen, wäre da nicht dieser Artikel in den Nürnberger Nachrichten gewesen.

Tja, mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zu sagen und mir bleibt nur, Ihnen viel Vergnügen zu wünschen.

Nachlese in Arkadien

Zwei Damen und drei Herren fanden sich am vergangenen Freitag unter dem Motto „Arkadiens Schäfer & andere gute Hirten“ zu einem Lesezirkel ein.

  • Hätte ihnen das übliche Theaterpublikum in Erwartung unterhaltsam spritzigen Amüsements gelauscht, es hätte nur Obszönitäten wahrgenommen.

Nachtschicht – Die Gemeinschaft

Ein junger Mann, der mein Interesse bemerkt hatte, bedeutete mir zu warten. Er verschwand im Laden und kam gleich darauf mit einer Karte in der Hand wieder heraus.

„In einer Woche ist es soweit. Wir freuen uns auf dich.“

Sein Lächeln, als er mir die Karte überreichte, war so herzlich und offen, dass es mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Ich sah mir die Karte genauer an.

gemeinschaft

War es Zufall? Noch während ich las, fuhr mir der Schmerz wie ein Messer in den Kopf.

Nachtschicht VII – Im Dunkeln

Mi. 19. Oktober, 19.00 Uhr

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg  1, Nürnberg

Nachtschicht – Kopfschmerzen

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Selbstversuch mit Kreisler

Kreisler trat ans Fenster. Mehrere Minuten stand er dort und blickte ohne ein Wort zu sprechen hinaus. Dankbar für die Unterbrechung schloss ich die Augen. Ich begann meine Nasenwurzel zu massieren, in der Hoffnung, den Druck im Kopf etwas zu lindern. Als Kreisler sich wieder um wandte, zog er ein Pillendöschen aus der Tasche und ließ es aufklappen. Es enthielt zwei Tabletten der Sorte, die man besser von Kindern fernhält.

„Gegen die Schmerzen.“

Ich nahm eine davon und betrachtete sie skeptisch.

„Was ist?,  fragte Kreisler. „Traust du mir nicht?“

Ehrlich gesagt war mir alles recht, wenn nur die Schmerzen endlich aufhörten. Ich stand auf, um mir ein Glas Wasser zu holen.

„Irgendwelche Risiken und Nebenwirkungen?“

„Sagen wir es so: Was kannst du mit dem Begriff Katharsis anfangen?“

 

Nachtschicht VII – Im Dunkeln

Mi. 19. Oktober, 19.00 Uhr

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg  1, Nürnberg

Men in black – Reloaded

Es war einmal, in den Anfangsjahren dieses turbulenten Jahrhunderts, das Literaturkombinat Heim@. Dieses stellt in gewisser Weise die Keimzelle der Mus[e]en-Lesungen und später des Poetischen Theaters dar, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Interessant in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass schon damals, es muss so um 2007 gewesen sein, schwarz gewandete Autoren des Literaturkombinats auf Literarischer Wandlung durch die Nürnberger Altstadt zogen, um nichts ahnende Bürger an ausgewählten Plätzen schonungslos mit Lyrik zu konfrontieren. Rückblickend muss ich sagen, es war eine großartige Idee, es war ein Riesenspaß – nur hielt sich der Zuspruch der derart beglückten Nürnberger in engen Grenzen.

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Die Wortmächtigen v. l. n. r.: Günter Körner, Holger Trautmann, Vincent E. Noel, Michael Lösel

Mit entsprechend gedämpften Erwartungen traten wir deshalb am 24. September zu den Stadt(ver)führungen an, um gemeinsam mit allen, die da kommen wollten, die „Macht der Worte“ (genauer, der Lyrik) rund um den Hauptmarkt zu erproben. Das Konzept war geblieben, wir trugen alle schwarz und mit Michael Lösel war neben mir noch ein weiteres Kombinatsmitglied mit von der Partie. Das Interesse des Publikums hat uns dann aber ziemlich überrascht: Geschätzt 50 Leute machten sich an diesem Abend mit uns auf den Weg.

Die Zeiten ändern sich.

Was Sie schon immer über Heimat wissen wollten…

…erfahren Sie in diesem kenntnisreichen Artikel, der außerdem die Premiere von „Heimat & andere Déjà-vus“ bespricht. Schade finde ich es freilich, dass sowohl die Inszenierung wie auch die Leistung der Darsteller nur wenig Aufmerksamkeit erfahren, denn die hatten es in sich. Aber glauben Sie nicht alles was Sie lesen, überzeugen Sie sich bei einem der kommenden Termine selbst: 2., 16. und 30. Oktober/13. und 27.November 2016, jeweils 16:00 Uhr.

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