Ein Probenwochenende

Am 18. September feiert das neue Stück des Poetischen Theaters, Heimat & andere Déjà-vus, seine Premiere im Stadtmuseum Fembohaus. Entsprechend gehen auch die Proben in ihre heiße Phase.

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Sechs Personen auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf, einer neuen Heimat oder mit dem festen Willen, ihre Erinnerungen zu verteidigen treffen im Fembohaus aufeinander. Um ihre Geschichte auf die Bühne zu bringen, zogen wir uns am vergangenen Wochenende in die Abgeschiedenheit eines Schrebergartens zurück.

Während die Nachbarn ihren Rasen mähten und Grillfleisch auflegten, konsumierten wir literweise Kaffee und rangen mit Fragen nach dem richtigen Stellungsspiel und psychologischer Plausibilität. Ein hartes Stück Arbeit, aber gleichzeitig ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich Figuren und Ereignisse, die man schriftlich fixiert zu haben glaubte, im Lauf des Spiels entwickeln.

So hatten wir am Sonntag Abend nicht nur ein Schlafdefizit zu beklagen, sondern auch einen Eindruck gewonnen, was uns und die Zuschauer am 18. September erwartet.

Und es begab sich also, dass sechs Wanderer an die Tür dieses Hauses klopften, in der Hoffnung hier Heimat zu finden. Sechs Wanderer mit leeren Beuteln, doch willens, das Beste daraus zu machen, eine Wohngemeinschaft zu gründen:

  • Der Künstler: Ich schlafe um zu vergessen. Und doch erwache ich jedes Mal in Arkadien.